Helio

Start/Blog

Das Google-Unternehmensprofil in zwanzig Minuten

1. August 2026 · 8 Min

Wenn ein Betrieb genau eine Sache tun soll und sonst nichts, dann diese. Das Google-Unternehmensprofil kostet nichts, ist an einem Vormittag erledigt und ist für viele Betriebe der erste Treffer, den ein Kunde überhaupt zu sehen bekommt – oft noch vor der eigenen Webseite.

Warum ausgerechnet das

Wer im Ländle „Gasthaus Alberschwende" oder „Elektriker Rankweil" in die Suche eingibt, bekommt zuerst einen Kasten mit Karte und drei Einträgen. Was dort steht, kommt aus dem Unternehmensprofil – nicht von der Webseite. Wer diesen Kasten nicht bespielt, ist für die häufigste Suchbewegung überhaupt nicht vorhanden.

Bei unserer Erhebung von 1.313 Vorarlberger Betrieben haben 472 nirgends auffindbare Öffnungszeiten. Genau diese Angabe entscheidet, ob jemand losfährt oder weitersucht.

Wem das Profil gehört, muss klar sein. Legen Sie es auf ein Google-Konto an, das dem Betrieb gehört – nicht auf das private Konto eines Mitarbeiters und nicht auf das einer Agentur. Wer die Verwaltung abgibt, vergibt Zugriff, nicht Eigentum. Das ist später kaum noch zu reparieren.

Schritt 1: Nachsehen, ob es Sie schon gibt

Tippen Sie den Betriebsnamen und den Ort in die Google-Suche. In den meisten Fällen existiert bereits ein Eintrag – angelegt von Google selbst aus öffentlichen Verzeichnissen oder von einem Kunden. Steht dort „Inhaber dieses Unternehmens?", ist er noch nicht beansprucht. Das ist der Link, auf den Sie klicken.

Gibt es keinen Eintrag, legen Sie ihn unter business.google.com neu an.

Schritt 2: Bestätigen – hier hängen die meisten

Google will wissen, dass Sie wirklich der Betrieb sind. Angeboten wird je nach Fall Postkarte, Anruf, SMS, E-Mail oder ein Video. Die Postkarte dauert ein bis zwei Wochen und kommt manchmal gar nicht. Wenn Ihnen eine der anderen Möglichkeiten angeboten wird, nehmen Sie sie.

Beim Video wird verlangt, in einer Aufnahme ohne Schnitt zu zeigen: die Umgebung (Straße, Hausnummer), den Eingang mit Beschilderung, das Innere und ein Werkzeug oder Gerät, das den Betrieb belegt. Vorher überlegen, welchen Weg Sie gehen – das spart den zweiten Versuch.

Ohne Bestätigung bleiben zentrale Felder gesperrt. Ein unbestätigtes Profil ist ungefähr so wirksam wie keins.

Schritt 3: Die Kategorie

Das ist das wichtigste einzelne Feld und das am häufigsten falsch gesetzte. Google entscheidet weitgehend über die Hauptkategorie, für welche Suchen Sie überhaupt in Frage kommen.

Schritt 4: Öffnungszeiten, auch die besonderen

Reguläre Zeiten eintragen, und dann die Sonderöffnungszeiten für Feiertage und Betriebsurlaub. Der Aufwand ist eine Viertelstunde im Jahr; Google zeigt sonst „geöffnet", während geschlossen ist. Genau daraus entstehen die einsternigen Bewertungen, gegen die man nichts machen kann.

Schritt 5: Fotos

Drei genügen, wenn sie die richtigen sind:

Quer aufnehmen, bei Tageslicht, ohne Filter. Ein ehrliches Handyfoto wirkt besser als ein Bild aus einer Bilddatenbank, das in fünfzig anderen Profilen auch steht.

Schritt 6: Der Rest, der in fünf Minuten geht

Danach: zehn Minuten im Monat

Was das nicht ersetzt. Das Profil gehört Google, nicht Ihnen. Wird es gesperrt oder zusammengelegt, haben Sie wenig Handhabe. Es ist der schnellste Hebel, aber es ist gemietet. Das Eigene ist die Webseite.

Ich schicke Ihnen den Leitfaden mit dieser Anleitung als Liste zum Abhaken – und dazu, was auf der Webseite dazugehört. Kostet nichts, und Sie können ihn ohne mich umsetzen.